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Gemeindeverband Kirner Land

Das Kirner Krankenhaus ist unverzichtbar

Podiumsdiskussion der GRÜNEN Kirner Land bringt neue Einblicke

Engagiert und konstruktiv verlief die Podiumsdiskussion „Medizinische Versorgung – Was braucht Kirn?“ am 23. Januar 2026. „Wir wollen aktuelle Informationen zusammentragen, wie das Kirner Krankenhaus gesichert werden kann“, sagte Vanessa Nick, Vorsitzende des Gemeindeverbands BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte. Sie begrüßte Ellen und Michael Müller von der Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“ (BI) und viele Interessierte, die in den Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Kirner Land gekommen waren, darunter Mitarbeitende des Kirner Krankenhauses. Lars Medinger, Direktkandidat für den Wahlkreis Kirn/Bad Sobernheim, moderierte die Diskussion. Zu Beginn sagte er: „Persönlich halte ich das Kirner Krankenhaus für unverzichtbar. Es ist ein entscheidender Baustein der Daseinsvorsorge in unserer Region.“

 

„Die Gesundheitsversorgung im Kirner Land verdient Aufmerksamkeit“, betonte Thomas Jung in seinem Grußwort. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde erläuterte, dass die VG auch das ambulante Angebot stärke, indem sie die Ansiedlung von Ärzten fördere. So gäbe es jetzt einen Nachfolger für den Kirner Kinderarzt.

Vanessa Nick verwies auf den Brief der BI vom Dezember 2025 an den rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Clemens Hoch. Der Kirner Stadtrat hatte ihn unterstützt. „Die lange bestehende Unsicherheit über das Fortbestehen des Krankenhauses und der Brief mit dem Vorschlag eines Integrierten Notfallzentrums, den auch wir unterstützen, waren der Auslöser für diese Veranstaltung“, erklärte sie.

„Eine Regionalklinik ist kein Krankenhaus“, betonte Michael Müller von der BI „Rettet das Kirner Krankenhaus“ mit Blick darauf, dass eine solche in der Kreuznacher Diakonie, die Träger des Kirner Krankenhauses ist, für möglich gehalten werde.

Er verlas den Brief der BI, in dem ein „Integriertes Notfallzentrum“ für das Kirner Krankenhaus vorgeschlagen wurde, das stationäre und ambulante Strukturen miteinander verzahnt. So könnten Leistungsgruppen und ein stationärer Bereich erhalten werden. Müller bedauerte, dass er bis dato noch keine Antwort erhalten habe. Der Brief war auch an den Ansprechpartner in der Kreuznacher Diakonie und die Kassenärztliche Vereinigung geschickt worden.

 

Rudolf Benz, leitender Oberarzt und Facharzt für Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie im Kirner Krankenhaus, plädierte für den Erhalt bestehender Strukturen. Die brauche man, um die Angebote aufrecht zu erhalten. Hinsichtlich der Kapazität für Operationen etwa oder auch räumlich seien andere Häuser überfordert. Er sprach sich dafür aus, die Last auf kleinere Krankenhäuser zu verteilen. Das Krankenhaus in Kirn brauche die Leistungsgruppen, die es beantragt habe. Nur dann habe es Chancen, Geld zu erwirtschaften. Wörtlich sagte er: „Ich mache meine Arbeit gut, mit großem Erfolg.“ Er forderte einen Sicherstellungszuschlag für das Krankenhaus, auch um Ärzten und Ärztinnen, die nach Kirn ans Krankenhaus kommen, Sicherheit zu bieten, damit sie bleiben würden.

Michael Müller von der BI wies auf einen Widerspruch hinsichtlich des Krankenhauses hin: Die Unverzichtbarkeit des Krankenhauses sei laut Gesundheitsminister aufgehoben. Folge man aber dem Raumordnungsplan, stehe Kirn ein Krankenhaus zu. 

 

„Aber auch Bürger und Bürgerinnen bleiben als Patienten und Patientinnen aus, weil sie nicht wissen, was das Kirner Krankenhaus bietet“, heiß es mehrfach aus dem Publikum. „Wir können rund um die Uhr bei 80 Prozent der Notfälle, die zu uns kommen, helfen, zumindest die Erstversorgung kann gemacht werden“, erklärte Oberarzt Benz.

Es sollte besser über die Leistungsangebote des Kirner Krankenhauses informiert werden, wurde aus dem Publikum vorgeschlagen. Auch die Idee, die Firmen vor Ort aufzufordern, auf den Standortvorteil, der durch das Krankenhaus gegeben sei, deutlich hinzuweisen, traf auf breite Zustimmung. 

„Wir leiten die Fragen, die sich heute ergeben haben, weiter. Über die Antworten werden wir öffentlich informieren“, betonte Lars Medinger zum Abschluss. Josef Winkler, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Landtags Rheinland-Pfalz und in der grünen Landtagsfraktion zuständig für Gesundheit und Pflege war kurzfristig erkrankt und konnte nicht an der Diskussion teilnehmen.

Medizinische Versorgung - Was brauchen Kirn und der ländliche Raum?

Wie kann eine nachhaltige Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum gestaltet werden? – Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, die

am Freitag, 23.01.2026 um 16 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Kirner Land, Bahnhofstraße. 31, in 55606 Kirn

beginnt.

Der Gemeindeverband Kirner Land der GRÜNEN hat dafür Josef Winkler, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags, gewinnen können. Ebenfalls zugesagt haben Ellen und Michael Müller von der Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“. Lars Medinger, Direktkandidat der GRÜNEN für den Wahlkreis 18 Kirn/Bad Sobernheim, wird die Veranstaltung moderieren.

Josef Winkler, der auch Sprecher seiner Fraktion für Gesundheit und Pflege ist, informiert eingangs kurz über die Krankenhausreform und die Aufgaben, die das Land hat. In erster Linie aber ist es ihm wichtig, zuzuhören und sich ein Bild zu machen.

Ziel der Veranstaltung ist es, Standpunkte und Vorstellungen besser kennen zu lernen und mögliche Gemeinsamkeiten auszuloten.

Alle Interessierte sind dazu eingeladen.

 

Neugründung des Gemeindeverbands Kirner Land – Bündnis 90/DIE GRÜNEN wählten Vorstand

Neugründung des Gemeindeverbands Kirner Land – Bündnis 90/DIE GRÜNEN wählten Vorstand

Der Gemeindeverband Kirner Land von Bündnis 90/DIE GRÜNEN hat sich Ende April, im Dorfgemeinschaftshaus in Heimweiler neu gegründet und einen neuen Vorstand gewählt.

Vanessa Nick (Heimweiler) übernimmt den Vorsitz und setzt sich besonders für die Verbindung von Ökologie und sozialer Teilhabe ein, mit Schwerpunkten auf Kinder, Familie und Bildung. Hans-Peter Schulz (Kirn) wurde ebenfalls zum Vorsitzenden gewählt. Seine Schwerpunkte liegen auf nachhaltiger Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik sowie sanftem Tourismus und dem Erhalt regionaler Werte.

Horst Hose (Kirn) wurde zum Schatzmeister gewählt und möchte eine bürgerfreundliche Verwaltung sowie Unterstützung bei den Herausforderungen des Klimawandels fördern.

Der Vorstand wird durch die Beisitzerinnen und Beisitzer Sandra Schubert (Meckenbach) und Michael Juraß (Hennweiler) ergänzt.

Der neu gewählte Vorstand kündigte an, sich für eine aktive und zukunftsorientierte Kommunalpolitik im Kirner Land einzusetzen und dabei eng mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammenzuarbeiten.

Link: Hier geht es zu der Website des OV Kirner Land

 

Vorstand Kirner Land

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