Simone-Bopp-Schmid kandidiert als erste Frau zur Ersten Beigeordneten

Wir stellen eine mutige Frau in der Kommunalpolitik vor und sind froh, dass sie unserem Gemeindeverband angehört:

Die Spitze der Verbandsgemeinde Rüdesheim liegt bislang allein in Männerhänden. Jetzt hat Simone Bopp-Schmid es gewagt: Sie kandidiert als erste Frau für das Amt der Ersten Beigeordneten. Wir stellen die mutige Kandidatin, die als erste ihren Hut dafür in den Ring geworfen hat, vor.

Simone Bopp-Schmid ist hoch qualifiziert. Sie ist Sportwissenschaftlerin und Sozialwissenschaftlerin. Für betriebliches Gesundheitsmanagement und zur Managerin für Fördermittel hat sie sich weitergebildet. Seit fünf Jahren ist sie Geschäftsführerin einer staatlich anerkannten Landesorganisation für Weiterbildung. Dort verantwortet sie die Strategische Führung, Leitung, Personalmanagement, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und weitere Aufgabenfelder.

Darüber hinaus ist sie seit 2014 parteilose Ortsbürgermeisterin von Burgsponheim. Rund 220 Menschen leben in diesem Ort, der mit 31 weiteren Gemeinden zur Verbandsgemeinde Rüdesheim gehört. Die Dorfscheune, der Burgturm, Straßenbau, die Umgestaltung des Friedhofs und die Renovierung des Gemeindehauses, das jetzt eine moderne Veranstaltungsstätte ist, sind Projekte, die in ihrer Amtszeit initiiert und erfolgreich umgesetzt wurden. Die Menschen in Burgsponheim haben sie 2024 mit 86,7% wiedergewählt.

Ortsbürgermeisterin ist sie als Simone Bopp-Schmid und deshalb bewirbt sie sich auch für das Amt der Beigeordneten als Person, nicht als Vertreterin einer Partei. Sie hat sich deshalb dafür eingesetzt, diese Stelle der ersten Beigeordneten öffentlich auszuschreiben. Sie sagt, dann sei auch eine konkrete Stellenbeschreibung erforderlich, die es jetzt nicht gäbe.

Der Rat hat sich dagegen entschieden. „Somit wissen die Ratsmitglieder eher wenig über die Kompetenzen der Bewerberinnen und Bewerber“, bedauert sie. Seit etwa zwei Jahren ist Simone Bopp-Schmid Mitglied der GRÜNEN, sie ist im Verbandsgemeinderat Rüdesheim und im Kreistag.

Inzwischen gibt es zwei weitere Bewerber für die Stelle des ersten Beigeordneten. Sie werden von den großen Fraktionen im Verbandsgemeinderat unterstützt. Es ist sehr gut möglich, dass die Spitze der Verbandsgemeinde Rüdesheim in Männerhänden verbleiben wird. Mit einer öffentlichen Ausschreibung würden vielleicht weitere qualifizierte Frauen kandidieren, darunter möglicherweise auch die politisch engagierten Frauen, die nicht gefragt werden, ob sie sich auf eine solche Stelle bewerben möchten, vielleicht, weil man sie nicht auf dem Schirm hat.

Wir wünschen Simone Bopp-Schmid alles Gute für die Wahl! Wir setzen uns weiter dafür ein, dass diese Stellen öffentlich ausgeschrieben werden und dass es bald mehr Frauen gibt, die sich darauf bewerben.

Michaela Bögner 12.01.2026

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